Unsere Pädagogik

 

Unsere pädagogischen Ziele


Der Kinderhort Löwenried hält sich an die pädagogischen Richtlinien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans für Kinder in Tageseinrichtungen (BayKiBiG).


Für unsere tägliche Arbeit mit den Kindern bedeutet dies:


Wir bieten den Kindern in unserem Alltag hinreichend Gelegenheiten, die es ihnen ermöglichen stolz auf ihre eigenen Leistungen und Fähigkeiten, ihre Kultur und Herkunft zu sein. Die pädagogischen Fachkräfte tragen dazu bei, dass das Kind ein positives Selbstkonzept entwickelt und das Selbstwertgefühl steigert. Der pädagogisch durchdachte Grundriss mit seinen 5 Funktionsräumen bietet dafür den idealen Rahmen.


Wir bieten den Kindern die Möglichkeit im Freispiel Konstrukteure ihrer eigenen Handlungen zu sein, um so ihre neu erworbenen Fähigkeiten spielerisch zu erproben. Dies fördert die Motivation neues zu entdecken.

Zu den kognitiven Fähigkeiten zählen die differenzierte Wahrnehmung, die Denkfähigkeit, das Gedächtnis, die Problemlösefähigkeit, die Fantasie und die Kreativität. Die Wahrnehmung durch Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen ist grundlegend für Erkennens-, Gedächtnis- und Denkprozesse. Wir unterstützen die Wahrnehmung im Bildungsbereich der Sinne indem wir vielfältige Angebote machen, die die Sinne ganzheitlich ansprechen.


Ebenso wichtig sind die Gesundheit und das körperliche Wohlbefinden. Die Kinder erhalten die Möglichkeit verschiedene Erfahrungen rund um die Themen Ernährung, Bewegung, Geschicklichkeit (Grob- und Feinmotorik) und Entspannung zu machen.


Wo viele Menschen zusammenkommen, ist ein gutes Miteinander die Basis. Deshalb übernehmen wir sowohl als Team untereinander, als auch im Umgang mit den Kindern die Vorbildfunktion. Im Gruppenalltag begleiten wir die Kinder im Spiel miteinander und Konflikten und halten sie dazu an, eigenständig Kompromisse und Lösungen zu finden.
Ein weltoffener und wertschätzender Blick auf andere Menschen ist in unserer täglichen Arbeit wichtig und selbstverständlich. Dies beinhaltet nicht nur verantwortungsbewusstes Handeln gegenüber anderen Menschen, sondern auch für Umwelt und Natur.


Unter dem Stichwort Partizipation beteiligen wir die Kinder weitest möglich an allen Entscheidungen und Prozessen, die den Hortalltag betreffen.


Vom pädagogischen Fachpersonal wird durch eine vorbereitete Umgebung eine lernanregende Atmosphäre und gemeinsame Lernkultur hergestellt. Dies ist nicht nur bei den Hausaufgaben der Fall, sondern wird auch bei der Planung der Freizeitgestaltung berücksichtigt.


Die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) steht in engem Zusammenhang mit all den zuvor beschriebenen Basiskompetenzen, die wir gemeinsam im Hortalltag fördern.


Sprachkompetenz ist eine wesentliche Voraussetzung für schulischen und beruflichen Erfolg, sowie für eine volle Teilhabe am gesellschaftlich- kulturellen Leben. Wir motivieren die Kinder dabei sich sprachlich mitzuteilen und mit anderen auszutauschen.
Unsere Kinder haben Freude am Beobachten, Experimentieren und erforschen der Natur. Durch Naturbegegnungen erfahren sie ihre Umwelt mit allen Sinnen.


Durch die Förderung all dieser beschriebenen Basiskompetenzen wird bei den Kindern die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) weiterentwickelt.


Inklusion


„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“ (Maria Montessori, Pädagogin)

Inklusion heißt für uns Vielfalt leben! Seit September finden Sie in unserem Hort eine inklusive Gruppe. Mit dem Zielsatz „Du gehörst zu uns und jeder ist ein bisschen anders!“, begrüßen wir einige Kinder mit besonderen Bedürfnissen und Verschiedenheiten in der FISCHE-Gruppe. Wir wollen Vielfalt entdecken, Unterschiede zulassen und Gemeinsamkeiten wahrnehmen. Mit einer reduzierten Gruppenstärke sowie drei pädagogischen Mitarbeitern sind die Voraussetzungen für eine inklusive Pädagogik bestens gegeben.


Der Gedanke der Inklusion soll somit die Anerkennung und Chancengleichheit aller Kinder verbessern. Unterschiede sind eine bereichernde Lern- und Lebenssituation und ein Gewinn für alle Beteiligten.


Hausaufgaben


Wir als Bildungs- und Betreuungseinrichtung teilen uns die Verantwortung für die Hausaufgaben der Kinder mit Schule und Eltern. Es geht um ein gut funktionierendes Trias: Schule, Eltern und Hort. Die Kommunikation untereinander ist zur Hausaufgabenbegleitung seitens des Hortes unumgänglich, um unseren Kindern eine optimale Weiterentwicklung zu ermöglichen.


Unser Hort bietet Raum, Material und Unterstützung bei den Hausaufgaben und die Kinder werden von den Pädagogen dabei motiviert, die Hausaufgaben vollständig und „richtig“ zu machen. Grundsätzlich dient die Hausaufgabe jedoch neben dem Effekt des Übens und der Schule zur Überprüfung, ob die Kinder den Lernstoff verstanden haben. Als Rückmeldung für die Lehrer der Schule, versehen die Hort-Pädagogen die Hausaufgabe Ihres Kindes mit entsprechenden Symbolen:


S = Selbständig        H = Hilfestellung    V = Verständnisproblem    Z = Zeitproblem


Die Endkontrolle der Hausaufgaben liegt bei den Eltern, ebenfalls die Verantwortung für Leseübungen oder wenn das Kind seine Hausaufgaben nicht in der dafür vorgesehenen Zeit geschafft hat.


Je älter ein Kind wird, umso mehr muss es selbst die Verantwortung für die Erledigung der Schulpflichten übernehmen. Diese Entwicklung zum selbständigen Arbeiten wird von den Pädagogen des Hortes vorangetrieben.


Freitags werden keine Hausaufgaben im Hort erledigt. Diese Zeit wird für Geburtstagsfeiern, Angebote und Ausflüge genutzt, die durch Wünsche und Anregungen der Kinder entstanden sind.


Der Hausaufgabenzeitraum für die Erstklässler soll eine Dauer von max. 30 Minuten nicht überschreiten. Die Zweitklässlern sollen maximal 45 Minuten an den Hausaufgaben arbeiten.        Dritt- und Viertklässler haben einen Zeitraum von 60 Minuten zur Verfügung.


Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass die gesamte Aufmerksamkeit der Pädagogen innerhalb der Hausaufgabenzeit zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr bei der Unterstützung der Kinder liegt und daher keine Anrufe entgegengenommen werden können. Bitte halten Sie sich auch daran Ihr Kind nicht vor 15:00 Uhr abzuholen, da sonst die Konzentration der Kinder gestört wird.


Zusammenarbeit und Vernetzung


Zusammenarbeit im Team
Eine gute Teamarbeit ist Grundlage, um erfolgreiche Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten zu können. Gemeinsam entscheiden wir über Angebote, Projekte, Regeln und Gestaltung unseres Alltags. Regelmäßige Fortbildungen und Schulungen sind für uns selbstverständlich, um uns weiterzuentwickeln und somit die Qualität unserer täglichen Arbeit für die Kinder zu sichern.


Zusammenarbeit mit den Eltern


Eine positive Zusammenarbeit und eine offene Atmosphäre sind die Grundlage für ein gelingendes Miteinander. Austausch mit den Eltern durch:


-    Tägliches Einsehen des Hortheftes

-    Elternbriefe
-    Rückmeldung zu den Hausaufgaben über das Hausaufgabenheft der Schule
-    Pinnwand
-    Tür- und Angelgespräche
-    Ein Entwicklungsgespräch pro Jahr


Zusammenarbeit mit den umliegenden Schulen


Um dem gemeinsamen Auftrag der Erziehung durch Bildung unserer Kinder gerecht zu werden, legen wir besonders großen Wert auf eine gute Vernetzung mit den Lehrkräften unserer Kinder und gegebenenfalls anderen Fachdiensten (nur bei Einverständnis der Eltern).


Zusammenarbeit mit der Erziehungsberatungsstelle


Auch in diesem Jahr bieten wir wieder einen besonderen pädagogischen Dienst im Kinderhort Löwenried an.
Die Psychologische Beratungsstelle für Erziehungs- Jugend- und Familienberatung, kurz Erziehungsberatungsstelle Sonthofen (EB-SF), steht Ihnen einmal monatlich (außerhalb der Ferienzeit) für Ihre Fragen rund um Kind, Erziehung und Familie hier vor Ort zur Verfügung.


Jedes Thema ist bei Frau Klockhaus (Dipl. Sozialpädagogin), der in dieser Zeit das Leitungsbüro des Hortes zur Verfügung steht, willkommen, egal ob es um regulative Themen, wie z.B. ausgeglichene Geschwisterbeziehungen geht oder auch um Unsicherheiten im Umgang mit der Beantwortung ganz alltäglicher Erziehungs- oder Familienfragen. Zudem bietet die EB-SF Informationen zu eventuell anstehenden diagnostischen Verfahren.


Dieses Angebot ist kostenfrei und anonym und kann Ihnen zwischen Beruf und Familie stehend einen unkomplizierten, schnellen Weg ermöglichen, bestimmte Fragen aus fachpädagogischer Sicht zu beantworten.


Eine Terminvereinbarung im Vorhinein wäre zur effektiven Planung für Frau Klockhaus sinnvoll. Dafür hängt eine Liste im Elternbereich an der Pinnwand, auf welcher Sie Ihren erwünschten Termin mit einem Kreuz als „vergeben“ markieren und bei sich vormerken. Auf diese Weise entsteht für Sie keinerlei Wartezeit. Sollten Sie sich spontan für eine Beratung entscheiden und sich Frau Klockhaus gerade in einem Gespräch befinden, können Sie sich die nicht allzu lange Wartezeit (maximal 25 Minuten) im Elternbereich bei einem Kaffee und Lektüre verkürzen.