• Löther

Beschäftigungstipp: "Achtsamkeits- und Entspannungsspiele"

Schokoladenmeditation

Jedes Kind erhält ein kleines Stück Schokolade, zuerst wird die Schokolade nur angeschaut welche Farbe, sanfter Glanz vielleicht ein Muster etc. dann gerochen, dann mit der Zungenspitze angeleckt, dann ein kleines Stückchen abbeißen und im Mund Schmelzen, den Geschmack überall hin verteilen und auf Geschmack und Gefühl im Mund achten. Sich vielleicht vorstellen es handelt sich um Zauberschokolade bei der man mit jedem Bissen ruhiger wird und gute Laune bekommt und so ganz langsam in gemütlicher Position und ganz leise (evtl. Entspannungsmusik) die Schokolade genießen und sich verwöhnen.


Massage: Pizzateig

Das Kind legt sich auf dem Bauch ins Bett, Sofa oder Matte. Du erzählst ihm eine Geschichte, die man mit verschiedensten Formen der Rückenmassage verbindet.

So zum Beispiel dem Belegen eines Pizzateigs: Der Rücken des Kindes ist der Pizzateig, den man natürlich erstmal ordentlich durchkneten muss. Danach wird darauf die "Tomtatensauce verstrichen" (mit flacher Hand durcheinander über den Rücken streichen) und die Pizza anschließend mit verschiedenen Zutaten belegt.

Anschließend wird noch der Käse darauf gestreut (mit den Fingerspitzen sanft auf dem Rücken pochen).

Du kannst das auch mit einem Massageball gestalten.


Weitere Beispiele:

Die Tiere im Dschungel

Massage von Wettereinheiten: Regen, Hagel oder Wind



Hot Stone

Du suchst draußen schöne glatte kinderhandgroße Steine. Nun werden die Steine gewaschen und für zehn Minuten in den Backofen bei 160 grad aufgewärmt. Die Steine sind nun lauwarm und du cremst sie mit einer Handcreme ein. Paarweise kann man sich nun mit den Steinen über die Arme und Beine oder sogar über Rücken und Nacken gegenseitig massieren.



Warum Achtsamkeitsübung?


Gerade jetzt in einer Zeit in der alle Sicherheiten nach außen wegbrechen zu scheinen ist es wichtig bei den Kindern eine Struktur als Brücke zu legen. Eine Sicherheit im Innen legen.

Kinder können diese Zusammenhänge oft nicht im ganzen verstehen und trotzdem merken sie eine Veränderung in der Außenwelt, die Ängste hervorrufen.

Nun sind Ängste perse nichts schlechtes, es ist eine Frage des Umgangs.


Es treten gerade Ängste auf wie:

Angst vor Nähe

Angst vor Tod

Angst vor Schuld und Leid

Angst vor Unbekannten

Angst vor nicht sicherheiten


Hierfür möchte ich euch liebe Eltern ein paar Tipps geben:

Angst ist kein Makel und kein Fehler. Sie gehört zu uns, ist nützlicher Bestandteil unseres Lebens. Wenn Kinder Angst verspüren, ist es deshalb wichtig, sie zuzulassen und ihnen das Bewusstsein zu vermitteln, dass das Gefühl der Angst in Ordnung ist. Die Angst kann sich auch einen Kanal suchen und Emotionen wie Wut, Trauer geschieht.

Deshalb ist es notwendig einen Kanal zu finden der einen Ausgleich z.B. der Ruhe schafft, um die Gefühle deines Kindes regulieren zu können. Für Kinder ist es von großer Bedeutung den Blick nach innen zu richten, da sie von innen heraus gestärkt werden und Situationen leichter meistern. Dies kann z.B. durch Achtsamkeitsübungen geschehen.



Tipp 1: Atmung

Bei einer Atemübung achtet man genau auf den Verlauf des Atems durch den Körper. Man spürt dem Zug durch die Nasenlöcher, dem Weiten des Brustkorbs und der Wölbung der Bauchdecke nach. Dabei ist es nicht wichtig, besonders tief zu atmen. Der Atem soll genauso bleiben wie er natürlicherweise ist. Einfach beobachten, nicht verändern. Mindestens fünf Minuten Zeit sollten sich Eltern und Kinder für diese Achtsamkeitsübung nehmen. Wer mag, darf sie natürlich auch länger machen. Ein Wecker hilft beim Loslassen, so blinzelt man nicht ständig auf die Uhr.

Es ist wichtig das du als Elternteil daran teilnimmst, so kannst du dein Kind beobachten und die Gefühle die dein Kind evtl. dabei entwickelt wahrnehmen. Du kannst deinem Kind auch vorher mitteilen das alles was sich zeigt an Gefühlen da sein darf und es nichts schlimmes ist Gefühle zu haben, so kannst du ganz leicht die aktuellen Ängste transformieren und evtl. im Nachhinein mit deinem Kind besprechen.



Tipp 2: Ein guter Start in den Tag mit Meditation

Ein guter Start in den Tag mit deinem Kind ist die halbe Miete. Lege dich mit deinem Kind bevor der Tag beginnt noch ins Bett oder auf dem Sofa….Anschließend gibst du Impulse die du in den nächsten Schritten siehst. Du kannst auch so Träume aus der Nacht aufarbeiten.

Einige Male ganz bewusst tief ein- und ausatmen.

Augen schließen und den Fokus auf den Körper und die Stimmung legen, hineinhorchen: Das gelingt am besten, indem man einmal durch den Körper scannt, von Kopf bis Fuß und wahrnimmt, wie sich der Körper anfühlt, welche Gedanken kreisen.

Betonung liegt auf Wahrnehmen: Bei dieser Kurzmeditation und Achtsamkeitsübung geht es darum, zu trainieren, nicht bei einem Gefühl oder einem Gedanken hängen zu bleiben, sondern Unangenehmes ziehen zu lassen, ohne sich wütend dagegen zu stemmen. Das gelingt, indem man registriert, dass man "hängenbleibt" und dann die Aufmerksamkeit auf das nächste Körperteil oder einfach wieder auf die Atmung legt. Vielleicht hilft es beim Loslassen, sich selbst zu sagen: "Oh, ok, das ist ein Gedanke, der mich beschäftigt."


Tipp 3: Die gewöhnlichen Dinge schätzen

Es ist wichtig für ihr Kind jetzt die Tagesstruktur zu halten, dies kannst du mit folgender Übung gut erreichen:

Wie fühlt sich die Zahnbürste im Mund an? Was macht sie für Geräusche? Ist die Zahnpasta kalt oder warm? Wie fühlt sich lernen von Zuhause aus an? Wie lerne ich sonst immer ? Wie fühle ich mich online meine Hausaufgaben zu erledigen? Wie schmeckt das Essen, zuhause?

Besonders beim Essen ist das eine tolle Erfahrung: Viel zu oft essen wir schnell und ohne zu genießen. Regen Sie sich und Ihre Kinder doch einmal dazu an, ganz langsam zu essen und genau zu beschreiben, was sie schmecken, spüren und empfinden.

Spaziergang: Wie fühlt sich der Weg unter meinen Füßen an? Wie viele Schritte gehe ich pro Atemzug? Was machen meine Arme beim Gehen? Alternativ können sich Groß und Klein aktiv auf die Umgebung konzentrieren und nach schönen oder merkwürdigen Dingen Ausschau halten. Sie entdecken sicher winzige Details, die Ihnen vorher nie aufgefallen sind. Auch hier gilt: fühlen, riechen, lauschen.



Tipp 3: Steinmeditation

Beim nächsten Spaziergang heißt es: Steine sammeln – klein, groß und in jeglicher Farbe! Wieder zu Hause dürfen die Kids einen Stein auswählen, sich einen ruhigen und gemütlichen Platz suchen und den Stein mit allen Sinnen untersuchen. Welche Farbe hat der Stein? Wie sieht seine Oberfläche aus und wie fühlt sie sich an? Wie riecht der Stein? Was für Geräusche kann ich mit ihm machen? Am besten auch mal die Augen schließen, das schärft die anderen Sinne. Im nächsten Schritt können sich die Kleinen eine Geschichte zu dem Stein ausdenken. Wo kommt er wohl her? Was hat er bereits erlebt? Und schon geht es los auf Fantasiereise. Du kannst den Stein auch mit Farbe anmalen.

Diese Übung schafft einen Fokus für das Kind, es ermöglicht den Kind innere Ruhe und Ausgeglichenheit.



Tipp 4: Gefühle malen

Lassen sie ihr Kind ein Bild malen um zu sehen wo es aktuell steht oder wie es deinem Kind geht.



Viel Spaß wünscht Frau Häfner!


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