In den Gruppen- und Funktionsräumen werden je nach situationsbezogenem Bedarf und pädagogischer Planung abwechslungsreiche Angebote gemacht, die die Kinder nach Lust und Laune sowie Absprache selbstständig nutzen können. Dabei können auch erfahrene Kinder die Anleitung „Kleinerer“ übernehmen. Wünsche der Kinder werden dabei selbstverständlich einbezogen. Gruppengespräche mit anschließender Abstimmung finden hier auch ihren Zeitrahmen. Das Erleben von Gemeinschaft, Zugehörigkeit, Verantwortung und Partizipation spielt hierbei eine bedeutende Rolle.

Affenstarke Müllsammelaktion

 

„So eine Sauerei!“ beschwerten sich die Kinder aus der Affengruppe des Kinderhorts Löwenried, als sie beim Spielen an der Iller jede Menge Scherben, Plastik-, Papier- und Sperrmüll entdeckten. Kurzerhand wurden Mülltüten und Handschuhe organisiert und los ging’s. Das Ergebnis war schockierend und traurig. „Das ist ganz schön gefährlich – für uns Kinder und auch für die Umwelt“, bemerkt Benjamin (7 Jahre alt) „Wieso nehmen die Menschen ihren Müll nicht einfach mit?“. In der Gruppe ergab sich ein aufschlussreiches und ernstes Gespräch darüber. Die Kinder formulierten einen Brief an den Bürgermeister mit der Bitte etwas gegen den Müll an der Iller zu machen. Die Freude war groß, als sie eine persönliche Antwort mit viel Lob und einem Eisgutschein als Dankeschön erhielten. Letzten Freitag spazierte die Affenbande dann zur Eisdiele und lies es sich gut gehen! Vielen Dank an Herrn Wilhelm!

Kinderhort Löwenried besucht das THW Sonthofen

 

Neues Wissen, Spiele und jede Menge Spaß hatten die Kinder des Kinderhorts Löwenried bei ihrem Ferienausflug zum Technischen Hilfswerk Sonthofen. Dieses hatte den Hort am Freitag, 8. September, zu sich eingeladen. Nach der Begrüßung  durch Michael Herz, Zugführer der Einheit Wasserschaden und Pumpen, gab es einen spannenden Film über die verschiedenen Aufgaben des THW zu sehen: Retten und Bergen im Wasser und an Land, Hindernisse aus dem Weg räumen, Hochwasserbekämpfung, Wasserversorgung in Krisengebieten und vieles mehr. In Kleingruppen ging es weiter zu den aufgebauten Stationen, an denen die Kinder allerlei über die Fahrzeuge und Ausstattung des THW erfuhren. Viel Spaß hatten die Kinder dabei, selbst aktiv zu werden und sich an der Wasserpumpe, den Luftkissen und dem Geschicklichkeitsparcour auszuprobieren. Besonders beeindruckt waren die Kinder über für die vielen fleißigen Hände, die beim THW soziales Engagement zeigen und ehrenamtlich tätig sind.


Nachdem es mittags noch Würstchen vom Grill für alle gab, wurden die Kinder mit den Einsatzfahrzeugen zurück in ihren Hort gefahren. Ein gelungener Ausflug!


Der Kinderhort Löwenried bedankt sich hiermit herzlich beim THW für die Einladung.

Das Projekt „Fantasiekino“

Im Zeitraum vom 08.01.18 bis 31.01.18 waren wir, die Projektpraktikanten Julia, Lisa, Steffi und Blanka von der Fachakademie für Sozialpädagogik Kempten hier im Hort, um ein Projekt, das von den Kindern bestimmt wurde, durchzuführen.
 

Das Projekt gliedert sich in fünf Phasen:
In der Vorphase haben uns die Kinder kennengelernt und wir uns in der Hortarbeit eingefunden.


In der Projektfindungsphase haben wir zunächst Ideenboxen aufgestellt und bei deren Auswertung in Kinderkonferenzen hat sich das Thema „Fantasiekino“ ergeben.
 
In der Planungsphase haben wir gemeinsam mit den Kindern überlegt, wie wir das Projekt umsetzen sollen. Dabei entstanden das Drehbuch und die Raumplanung.
In der Durchführungsphase wurden die einzelnen Szenen des Drehbuchs, nach Vorstellungen der Kinder erstellt und gefilmt. Hierfür haben wir Kostüme erstellt, den Raum gestaltet und einzelne Szenen gedreht.
 
Um einen schönen Abschluss zu finden, haben wir ein Abschlussfest geplant, an dem die Kinder zum ersten Mal ihren Film sehen werden. Um Kinoatmosphäre aufkommen zu lassen, gibt es die von den Kindern gewünschte Cocktail- und Popcornbar.
Dank der guten Ideen der Kinder hat uns die Arbeit viel Freude bereitet und wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln. Vielen Dank für Ihre Zusammenarbeit.


 

Genauere Informationen zu dem Projekt, mit Foto- und

Videomaterial, folgen in wenigen Tagen.


 

Der Weg zu unserem Hortnamen

 

- Mit dem Einzug in das neue Hortgebäude im Dezember 2015 war es vorgesehen einen temporären Namen für unsere Kindertagesstätte zu finden. Kinderhort in Sonthofen Rieden bzw. Kinderhort Rieden wurde so zu unserer offiziellen Bezeichnung.


- Im Laufe des letzten Jahres wurde der Wunsch der Kinder, Eltern und Mitarbeiter nach einem „richtigen“, zu unserem Hort passenden Namen, immer drängender.


- Anfang Dezember 2016 gestaltete der Bilderbuchautor und Illustrator Martin Baltscheit ein Wandbild in der Mensa unseres Hauses (1. Platz eines Gewinnspieles vom Beltz-Verlag, das die Albert-Schweitzer-Schule und die Kinder des Kinderhortes gewonnen haben). Über drei Tage konnten unsere Hortkinder die Entwicklung des wunderschönen Bildes beobachten. Am letzten dieser Tage lud der Autor dann die Gewinnerkinder zur finalen „Löwenshow“  vor der Kulisse des neu entstandenen Kunstwerks ein. Dies faszinierte die Kinder so sehr, dass der gemalte Löwe, der eine der Hauptfiguren in den Geschichten von Baltscheit darstellt, schnell zum Hortmaskottchen auserkoren wurde. Die Kinder machten dann den Vorschlag ihrem Hort einen Löwennamen zu geben.

Löwenried – kommunaler und pädagogischer Bezug

Die Pädagogik und der Löwe

Der Löwe ist ein, gerade bei Kindern, beliebtes Tier in Geschichten und als Spielzeug. Er verkörpert Mut, Stärke, Klugheit, hat aber auch eine sanftmütige und familiäre Seite und bietet seinem Rudel und seiner Familie immer Schutz und Sicherheit und damit Wohlbefinden.
 
Auch im allgemeinen Sprachgebrauch sind zusammengesetzte Wörter mit Löwe positiv besetzt z.B. Löwenstark, Löwenmut, Löwenherz…

Natürlich ist der Löwe kein heimisches Tier, allerdings als bayerisches Wappentier trotzdem mit unserem Bundesland verknüpft.

Roden – Rieden – Ried

Um eine Verbindung zum Ortsteilnamen Rieden zu schaffen, haben wir uns zusammen mit den Kindern die Geschichte Sonthofens genauer betrachtet.


Die Ortsbezeichnung Rieden/Ried entstand demnach wohl aus zweierlei historischen Gebietseigenschaften.

Rieden als Abwandlung des Wortes “roden“, ist eine gängige Bezeichnung für Orte, die geplant für die Landwirtschaft bzw. zur Besiedelung urbar gemacht worden sind.


Andere Quellen verknüpfen den Namen mit „Riedgras“, ein Spitzgrasgewächs, das vornehmlich in feuchten Gebieten und in Flussnähe wächst. Auf historischen Karten kann man die zahlreichen Nebenarme der Iller entdecken. Auch auf der Fläche des heutigen Hortes kann man deshalb eine Bewachsung mit Riedgras in früherer Zeit vermuten.

Unser Hortpate: Martin Baltscheit

 

Martin Baltscheit (* 16. September 1965 in Düsseldorf) ist ein deutscher Comiczeichner, Illustrator, Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur.


Baltscheit studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule für Gestaltung in Essen. Er war von 1986 bis 1992 Mitglied des Theaters „Junges Ensemble Düsseldorf“. Nach einem Karrierestart als Comiczeichner schrieb und illustrierte er Kinderbücher, verfasste Hörspiele, Theaterstücke und Trickfilme.


Für den Westdeutschen Rundfunk arbeitete er als Moderator und Autor im Team der WDR-5-Kindersendung Bärenbude. Seit 1997 ist er zudem als Sprecher für Hörbücher, Hörspiele und Werbespots tätig. Sein Buch „Major Dux“ oder „Der Tag, an dem die Musik verboten wurde“  im Rahmen des Altstadtherbstes 2008 von September bis Dezember 2008 als Theaterstück aufgeführt. Zum Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres 2014 kürte die Jury Nur 1 Tag von und mit Martin Baltscheit, der als Autor, Interpret, Regisseur und Illustrator fungierte.


2014 war er Jurymitglied der Auszeichnung „Das außergewöhnliche Buch“ des Kinder- und Jugendprogramms des Internationalen Literaturfestivals Berlin.


2017 gab er mit dem Film „Nur ein Tag“ seine Spielfilmregiedebüt. Hieran war er auch als Drehbuchautor beteiligt.


Martin Baltscheit lebt in Düsseldorf.